Pressemitteilung - Sprache(n) in der Kinder- und Jugendpsychiatrie – Kommunikation und Kooperation

(3. November 2016) Vom 03.-05.11.2016 findet in Regensburg die Jahrestagung des Berufsverbands für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie (BKJPP) statt. Das Thema Sprache hat für die Arbeit der Spezialisten für psychisch kranke Kinder, Jugendliche und deren Familie eine besondere Bedeutung. Sprache hat wesentlichen Einfluss auf die kognitive, emotionale und soziale Entwicklung von Kindern, sie ist der zentrale Mittler zwischen Menschen in nahezu allen Lebensbereichen. Sprache trägt entscheidend zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben bei.

Sprache ist für Kinder- und Jugendpsychiater und -psychotherapeuten zwar bei weitem nicht das einzige, aber dennoch ein sehr zentrales therapeutisches Mittel um einerseits zu verstehen und andererseits wirksam intervenieren zu können. Sprache ist für Kinder- und Jugendpsychiater aber auch ein Medium, um sich in den verschiedenen Hilfesystemen orientieren zu können und z.B. mit der Jugendhilfe, in der Schule, in der Politik, in unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen in Kontakt zu kommen und zusammenarbeiten zu können. Dies erscheint trivial, ist es aber nicht, denn immer wieder stellen Sprachbarrieren auch Hindernisse in der Zusammenarbeit der Institutionen dar. Dies gilt eben nicht nur für den Kontakt zu Menschen, die aus fremden Ländern zu uns kommen.

Sprache und Sprechen brauchen Zeit. Diese Zeit ist kostbar und es ist noch lange keine Selbstverständlichkeit, dass diese Zeit auch zur Verfügung steht. So müssen sich Ärzte immer wieder dafür einsetzen, dass die Sprechzeit für den Patienten auch angemessen vergütet wird und durch die Vergütungssysteme nicht v.a. Anreize für technisch orientierte Untersuchungen und Behandlungen gesetzt werden, sondern das qualifizierte ärztliche Gespräch Wertschätzung findet.
In Regensburg werden neben fachlich inhaltlichen Fragen rund um das Thema Sprache und Kommunikation auch berufspolitische Fragen diskutiert, um dadurch eine qualitativ gute Versorgung für junge Menschen mit seelischen Erkrankungen sicherzustellen und zu fördern.

Der Berufsverband für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychosomatik und Psychotherapie ist mit ca. 1200 Mitgliedern ein zentraler Ansprechpartner für die Belange psychisch kranker Kinder und Jugendlicher, vor allem für deren ambulante Versorgungssituation, aber auch im Krankenhaus. Dabei können Ärzte für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie durch ihre Ausbildung methodenübergreifend sowohl mit Mitteln der Körpermedizin als auch mit psychotherapeutischen Angeboten helfen. In vielen der deutschlandweit über 1000 Praxen wird darüber hinaus in Teams gemeinsam mit Pädagogen gearbeitet und es werden unterschiedlichste Belange in Zusammenhang mit der seelischen Erkrankung in den Blick genommen, um ein gesundes Aufwachsen der von seelischer Erkrankung betroffenen Kinder und Jugendlichen zu unterstützen. Weitere Informationen gibt es unter www.bkjpp.de


www.bvdn.de; www.bv-psychiater.de; www.bv-neurologe.de; www.kinderpsychiater.org; www.bpm-ev.de

Pressekontakt Jochen Lamp: 0172 4576407

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